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„Zu Hause sind Wände und Ecken nie kalt, die Luft ist immer frisch, und unangenehme Gerüche verschwinden so schnell, dass selbst Raucher niemanden stören.“
DIE ZEIT, 26.1.2006: Selbst ist der Heizkörper
Das Passivhaus ist die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses und benötigt im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude 80-90% weniger Heizenergie. Das wird vor allem durch eine "passive" Nutzung von Energie erreicht: Im Passivhaus reicht die Wärme von Personen oder der Sonne fast vollständig aus, um das Gebäude warm zu halten.

Die Wärmeisolation und die Lüftungsanlage sorgen dafür, dass in jeder Jahreszeit optimale, klimatische Bedingungen im Passivhaus gewährleistet sind.
In den kalten Jahreszeiten wird aufgrund der besonderen Isolation aller Umfassungsflächen des Passivhauses dafür gesorgt, dass der Wärmeverlust minimal bleibt. Mittel dazu sind 3-fach verglaste Passivhausfenster und die gute Dämmung von Wänden und Dach. Für Frischluft sorgt eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung. Mehr als 80% ihrer fühlbaren Wärme gibt die Abluft an die Zuluft zurück.
Falls doch noch ein Restheizbedarf besteht, kann dieser zum Beispiel durch Pelletheizungen oder solartechnische Heizsysteme gedeckt werden.
In den warmen Jahreszeiten hingegen sorgt das integrierte Lüftungssystem für eine ausreichende Kühlung der Wohnräume. Daher kann in Mitteleuropa auf den zusätzlichen Einbau einer Klimaanlage verzichtet werden. Das Lüftungssystem garantiert auch bei hohen Außentemperaturen ein angenehmes Klima im Passivhaus. Zudem verhindert die besondere Isolierung des Passivhauses ein übermäßiges Erhitzen der Wohnräume durch die von der Sonne bestrahlten Außenflächen.
Die Fenster befinden sich überwiegend im Süden um im Winter Sonnenenergie optimal nutzen zu können und Wärmeverluste zu reduzieren. Im Sommer steht die Sonne höher. Durch die Beschattung der Fenster mit Markisen und Balkonen wird eine Überhitzung der Räume verhindert.
Das besondere Merkmal eines Passivhauses ist deshalb die konstante Innentemperatur aller Wohnräume zu jeder Tages- oder Nachtzeit sowie in jeder Jahreszeit. Hieraus ergibt sich eine ungemein hohe und gesunde Wohnqualität für die Bewohner des Passivhauses.

